Frettchen als Haustier

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Ein Frettchen als Haustier – durchaus ein verlockender Gedanke, vor allem für jene die eine Alternative suchen zu den gängigeren Haustieren wie Hund, Katze oder Kaninchen. Aber braucht so ein Tier im Haushalt nicht ziemlich viel Platz? Das brauchen sie allerdings tatsächlich. Dennoch gibt es auch eine Menge Gründe, die für ein Frettchen als Haustier sprechen.

Was genau ist ein Frettchen?

Frettchen sehen ihrem Verwandten, dem Iltis, sehr ähnlich, handelt es dabei schließlich auch um deren domestizierte Form. Allerdings sind Frettchen als Haustiere im Gegensatz zu Iltissen keine Einzelgänger sondern wollen und sollten daher auch unbedingt zu zweit im Haushalt gehalten werden. Sie haben eine Lebenserwartung von 6 – 10 Jahren und werden etwa 40 – 60 cm groß. Insgesamt sind Frettchen absolut interessante und liebe Tiere und darüber hinaus unglaublich neugierig. Sie werden nach einer kurzen Eingewöhnungszeit meistens sogar sehr anhänglich und zutraulich. Man sollte dem Frettchen zwar immer wieder Auslauf gewähren, aber aufpassen, dass nichts unbeaufsichtigt herumliegt, da diese possierlichen Tiere schnell in der Lage sind, Schränke und Türen zu öffnen – getrieben von ihrer unglaublichen Neugier. Daher muss der Haushalt unbedingt frettchensicher gestaltet werden. Das bedeutet also: Hausfrauen aufgepasst! Frettchen als Haustier zu haben, ist zwar ganz schön anstrengend, macht aber auch eine Menge Spaß!

Was muss man noch beachten?

Junge Frettchen muss man erziehen damit sie stubenrein werden und nicht beißen. Ein älteres Tier ist schon eher erzogen und man bekommt es beispielsweise aus dem Tierheim. Richtig erziehen, so wie einen Hund jedoch kann man ein Frettchen nicht. Und auch das zutraulich werden braucht Zeit und Geduld. Außerdem haben sie ihren ganz ureigenen Geruch, an dem sich im Haushalt niemand stören sollte. Falls es mal krank wird oder es geimpft werden muss, kann dies ziemlich hohe Kosten verursachen. Während des Urlaubs sollte man sicher sein, dass man jemanden hat, der die Frettchen versorgt. Ein Vorteil ist, dass es keine Nagetiere sind und daher werden sie auch nichts kaputt nagen. Was aber nicht bedeutet, dass sie nicht irgendwelchen anderen Unfug im Kopf haben oder sonst nichts anstellen würden. Sie eignen sich sowohl für die Hausfrau, die den ganzen Tag zuhause ist als auch für den Berufstätigen der viel unterwegs ist – immer vorausgesetzt, sie bekommen genug Auslauf.

Wie sollte es gehalten werden?

Auf jeden Fall, wie erwähnt, zu zweit oder zu mehreren. Unbedingt brauchen sie mehrere Stunden am Tag Auslauf da ihnen auch ein noch so großer Käfig nicht ausreicht. Dieser sollte daher auch mindestens pro Tier 1m² Platz bieten, ideal ist ein umgebauter Kleiderschrank und ein eigens für die Tiere bestimmtes Zimmer. Wer will, kann diese Haustiere sogar im Freien halten, dort brauchen sie jedoch noch etwas mehr Platz und der Käfig sollte absolut ausbruchssicher gestaltet werden, denn Frettchen zwängen sich durch die kleinsten Spalten und sind Buddelweltmeister. Auch Außenhaltung hat durchaus Vorteile. Wichtig dabei ist ein gut isoliertes Haus für den Winter und Platz von mindestens 6m². Das Frettchen braucht ein Katzenklo und mit etwas Geduld gelingt es dann auch ihm beizubringen, dort das Geschäft zu verrichten – was aber auch nicht immer hundertprozentig funktioniert. Um ihm auch wirklich genug Auslauf zu ermöglichen, was ja im Haushalt oft problematisch ist, kann man dieses niedliche Haustier sogar an der Leine spazieren führen.

Sinnvolle Käfigausstattung

  • Hängematte
  • Röhre
  • Schlafstätte
  • diverse Spielmöglichkeiten
  • Klo
  • Futter- und Wassernapf

Futter für Frettchen

Frettchen sind Fleischfresser und brauchen wie Katzen viele Proteine. Daher benötigen sie spezielles Nassfutter aber unbedingt ohne Zuckerzusatz. Außerdem sollte man seinen Frettchen auch täglich Trockenfutter zur Verfügung stellen, die man auch untereinander mischen oder immer mal wieder abwechseln kann. Dennoch brauchen diese Haustiere auch noch zusätzliche Portionen an frischem Fleisch. Im Internet kann man extra hierfür gefrorene Beutetiere bestellen. Dazu gehören beispielsweise Mäuse oder Küken. Eine Alternative wäre faschiertes Fleisch. Unbedingt ist das Fleisch roh und aufgetaut zu verfüttern. Schweinefleisch jedoch und Süßwasserfisch ist nichts für Frettchen. Stattdessen dürfen sie ab und an Leckerlis oder auch Obst- und Gemüsestückchen bekommen, von Zeit zu Zeit auch ein Eigelb.

Frettchen sind niedlich, kuschelig, ein bisschen verrückt, jedes ist ein richtiges Individuum und sie bringen einen immer wieder zum Lachen. Oder aber auch an den Rand der Verzweiflung. Wer jedoch ein Frettchen erst mal ins Herz geschlossen hat, wird so schnell nicht mehr davon loskommen.

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